Archiv der Kategorie: Nähen

anpassung

Geliebte T-Shirts und Oberteile gebe ich nur sehr ungern weg. Sie haben sich durch Strapazität, Form und Aussehen bewährt und bekommen eine zweite Chance.

Eins dieser Shirts ist das unkaputtbare Dschungelshirt. Es hatte keine Nachteile (außer dass es schwarz war,) zu kurz wurde und ausleierte. Der abgeschnittene Saum eines zu langen Kleides sollte das Shirt wieder in Form bringen und verlängern.

Das Flickwerk sieht im Original besser aus als auf dem Photo.

Zwar hatte das Verlängerungsstück schon als Flickunterlage gedient und musste minimal aufgebessert werden, aber dann gings. Ein untergelegter farbiger Stoff und aufgesetzte Spitze reparierten den Mangel.

Und so wurde auf einen Abend und einen Vormittag (und einigem Trennen und neu nähen) wieder ein brauchbares Shirt.

Geflickt und Verziert

Eine geliebte und ziemlich neue Stofftasche wurde beim Fahrradfahren aufgerieben und ich wollte sie flicken. Vorbild war für mich dabei Jude Hill.

Um die Tasche praktischer zu machen, steppte ich die unteren Ecken ab, damit ein „Boden“ entstand. Den verstärkte ich auf der Außenseite mit einem Jeansstreifen.

Da eine der durchgescheuerten Stellen damit nicht vollständig abgedeckt war, fügte ich noch ein Stückchen hellen Jeansstoff hinzu. Und dann steppte ich ein kleines Quadrat dazu, um den hellen Stoff besser zu fixieren.

Der etwas abstehende untere Jeansrand würde ausfransen dürfen. Aber er stand ein bisschen zu viel ab. Also kam eine zweite Naht dazu, unterlegt mich einem schmalen grünen Stoffstreifen und grünem Garn.

Dann brauchte das gesteppte Quadrat ein rotes Dach. Und dann noch rote Wände. Ein wenig schief ist es geworden. Aber es soll so bleiben. Einer meiner ersten Ausflüge in Jude Hills Welt hat nicht viel Ähnlichkeit mit dem Vorbild.

Aber wer will schon fertig sein.

PS: Die weißen Muster auf der Tasche sind keine Möwen, sondern die Umrisse der Halbinsel Darß an der Ostsee. Am unteren linken Zipfelende ist das Gebiet mit dem Festland verbunden.

Pulli-Änderung

All die abwechslungsreichen Kleidungsstücke, die gekauft, und dann hinterher doch nicht so gepasst haben, wie man sich das vorgestellt hat… oder die zu knapp geworden sind. Sie hängen im Schrank oder liegen auf einem next-to-do-Haufen, der sich nach und nach aus der Erinnerung schleicht.

Ein Kleidungsteil, nicht wertvoll und nur für Zuhause gedacht, wurde schließlich in Angriff genommen. Und obwohl dabei ein grober Fehler unterlief, ist das Stück dennoch tragbar; Stoff und Stück verziehen den Fehler.

Der Pulli war etwa zwei Nummern zu groß, aber sehr preiswert, und wurde zunächst am Halsausschnitt verändert – ein Handstich, der den Ausschnitt verengen sollte, wurde angebracht. Da das Ergebnis nicht mittig saß, wurde später getrennt und auf 15 cm Länge einfach ein Gummi eingezogen. Die Ärmel wurden gekürzt, und die Seiten eingenäht. In der Achsel zog sich der Stoff wegen der geraden Naht, aber die spätere Änderung in eine Rundung brachte ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Kartentausch – O und C

Es wird immer schwerer, sich etwas einfallen zu lassen… aber wenn man die anderen Tauschkarten sieht ist man erstaunt, was die Teilnehmerinnen draus machen.

Ich erinnere mich nicht, wie die Idee zustande kam, denn ich hatte keinerlei orientalischen Stoff. Aber Orientalische Couch war das Thema, das umgesetzt werden sollte. Das eine Stück Stoff war indisch angehaucht, das andere eher Jugendstil. Und wie sollte man eine Couch nähen? Kleine Fitzelchen, kaum sichtbar unterm Nähmaschinenfuß, mit unregelmäßigen Stichen verrutschend aufgenäht?

Letzten Endes wurde die Couch raum kartenfüllend abgesteppt und ein Vorhang blickverbergend über die Szene gelegt.

Kartentausch – Farbe türkis

Jeden Monat wieder versuche ich, bei dem Kartentausch der Quiltfriends mitzumachen. Es klappt nicht immer. Auch jetzt befindet sich die Arbeit in der Phase, in der noch alles schiefgehen kann.

Aber von Anfang an: Zuerst war die Suche nach einem geeigneten Stoff, dann das Finden einer Idee, wie man das Material interessant verarbeiten könnte. Und schließlich dann die Entscheidung.

Die vorhandenen Stoffe eigneten sich für Meshwork. Anleitung und Zubehör war bereits vorhanden, also ging es los. Zuerst werden Bänder gemacht.

Danach gab es mehrere Misserfolge beim Versuch, sie zu verweben. Mittlerweile verstehe ich, dass sie Dicke der Stoffe beim Weben berücksichtigt werden muss. Bei vorherigen Versuchen war alles verbogen gewesen.

Als schließlich alle Streifen gerade lagen, ergab sich die Frage,  wie das Werkstück  unter die Maschine zu kriegen war, und als sich das ergeben hatte, war eine kreative Pause nötig.

 

Zwei Tage später: rechtzeitig fertig geworden und geglückt. 🙂

Kartentausch – Farbe lila

Die Einschränkungen durch das Corona-Virus haben mir mehr Zeit beschert, und so bin ich diesmal noch vor dem Termin mit der Karte fertig geworden.

Da mich Reste meiner Lieblingsstoffe zu einem Motiv inspiriert haben, übernahm ich die Technik der letzten erhaltenen Karte. Das führte beim Umzackeln zu Schwierigkeiten, die langwieriges Trennen mit sich brachte – und vorübergehende Ratlosigkeit.

Der Fehler lag aber – wen wundert’s – beim ungenauen Zurückschneiden der Ränder. Als diese begradigt und ausgeglichen waren, klappte auch das Zackeln.