Zwischenstand – Januar ’17

Es wird nicht besser!

Nachdem ich angefangen habe, zwei T-Shirts aufzutrennen -ein schönes und ein schlichtes – und eins davon mutig zerschnitten… UND ans andere genäht hatte, musste ich feststellen, dass es nur ein etwas größerer Sack geworden war. Keine Form, nichts, nur häßlich, wie ein Billigshirt in Übergröße.
Da muss ein Schnitt her, wenigstens ein ähnlicher. Oder Hand-entworfen.

Also ruht die Arbeit erst mal.

Die Strickmütze vom Jahresbeginn hat auch eine Trennung erfahren. Das Schließen der Kuppe war nicht gelungen. Ein weiterer Versuch soll Erfolg bringen, deshalb wird nichts überstürzt.

DJ-Ötzi-Mütze

Meine freie Zeit ist derzeit so begrenzt, dass Handarbeiten, die ich mache, keine hohe Fehlerquote erlauben. Wenn ich mir zwei Stunden Zeit nehme, um zu nähen, dann darf nicht mehr als eine davon umsonst gewesen sein. Sonst entwickelt sich das Machwerk zum Fass ohne Boden.

Deshalb fange ich wenig an.

Lorbeerblatt

Jedoch steht derzeit steht eine DJ-Ötzi-Mütze im Fokus – ein Ausdruck der Lebenseinstellung, die Göga schon lange anstrebte. Nun soll er die Mütze haben.

Die Maschenanzahl stammt von einer Online-Anleitung, das Muster aus Lorbeerblatt und Zwetschgenkern.

Bild hochladen geht nicht, weil ich immer noch der Ansicht bin, ein Tablet könne alles, was ein PC kann, was aber ein großer Irrtum ist. Und so tue und mache ich, und tue und mache, und klicke und lade, nur um letztlich festzustellen, dass es gar nicht geht, weil das Tablet es nicht KANN. Der PC kann auch manches nicht, was ich jetzt aber nicht weiter ausführe.

Fortgang

Zähes Fortkommen kennzeichnet die Näharbeiten im Dezember. Der Durchlass meiner Nähmaschine bezüglich Quiltarbeiten kann man quasi als null bezeichnen. Der Stoff quälte sich trotzdem durch.

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Nach dieser Erfahrung wird sich das Quilten wohl dezimierter gestalten als sin den vergangenen Wochen sowieso geplant.

NOCH dezimierter.

Lieber drei Linien statt acht?

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Und heften würde die Lagen eventuell besser an Ort und Stelle halten als ein paar Sicherheitsnadeln, schwache Hände und eine empfindliche Maschine.

Zufall(s)stopper

Palimm,

Palimm,

sagte Loriot,

und öffnete eine imaginäre (Laden-) Tür.
Für eine reale Tür ist dieser Türstopper gedacht, der die Tür vor dem Zufallen bewahren soll.

Türstopper0

Natürlich wurde, wie bei Erstlingsdingen üblich, einiges falsch überlegt. Die Enddreiecke an den Schmalkanten sollten sich mit Klettverschluß schließen lassen – das tun sie auch. Aber wegen ihrer Kürze umfassen sie die Türklinke nicht.

Türstopper

Deshalb wurde noch ein Lederbändchen eingzogen, um den Verschluss zu verlängern. Zufriedenstellend sieht das allerdings nicht aus.

Das wird wohl, trotz Fertigstellung, noch einmal geändert werden.

Beweis

Nachdem diverse technische Instanzen aufgegeben haben, die Zeit aber drängt, wird es im Oktober wenigstens einen schriftlichen Beitrag geben.

Der Fortschritt am Häuserquilt zeigt sich daran, dass die Seminole, die als Binding verwendet wird, fertiggestellt ist. Die Bänder hingen nach ihrer Fertigstellung längere Zeit über der Küchentür, um die Freude an ihrer  Fertigstellung auszudehnen.

Das Top ist samt Vlies auf die Rückseite gesteckt (mit Sicherheitsnadeln), das Quilting ist entschieden.

Fehlt noch die Muse zum Weitermachen. Aber die Zwischenbilanz ist im Zeitrahmen.

Edit:

Nun doch noch die Bilder. A, be, ce, de, keines ist wirklich neu, aber ein bisschen anders als die vorherigen.

A      CIMG3231

B      CIMG3240

C     CIMG3243

D    CIMG3244

Fin.

Pour le moment.

Nähdetail

Ich will ja… den Häuserquilt fertig nähen, brauche aber zwischendurch auch was zum Anziehen und habe deshalb ein paar Shirts erstanden. Unter anderem  ein leichtes Etwas mit ‚gedrehtem‘ Kragen – regelmäßig alle 20 cm befindet sich eine Falte.

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Sieht ungezwungen aus und wird vielleicht zu einem absichtlichen Nähdetail?

Seminole

Um dem Häuserquilt noch einen farbigen Pfiff zu geben, sollte eine mehrfarbene, aber doch harmonierende Seminole das Stück einfassen. Vom ersten Gedanken, die Bordüre reihum zu machen, kam ich ab, als zwei Längen gefertigt waren. So viel Arbeit!

Seminole

Die beiden verbliebenen Seiten werden also gestreckt werden. Dazu werden die vorbereiteten Teile (im Karton) noch aufgebraucht und der Rest mit der Hauptfarbe des Quiltes versetzt.

So sollte die Fertigstellung des Quiltes allmählich dem Ende entgegen gehen.

Burda Patchwork Sommer 2016

Damit Namen und Titel immer wieder mal ins Gedächtnis gerufen werden, veröffentliche ich die Durchsicht der Burda PW Sommer auch hier im Blog.  Ich hab die Zeitschrift schon eine Zeitlang zu Hause liegen und doch nur sporadisch durchgesehen.

Hier ein Blick auf das Titelbild:
https://www.naehzentrum-hd.de/naehzubehoer/magazine/burda-patchwork-sommer-2016/a-3618/
 

Gleich zu Beginn, bei den Worten an die LeserInnen  ist eine Arbeit abgebildet, die möglicherweise von diesen Bildern abgeleitet ist – fliegende Möwen vor Wasser und dem. Wolkenhimmel. Ich finde diese Umsetzung interessant, scheint es doch gar nicht so einfach, die Leichtigkeit des Schauspiels mit Stoff nachzustellen.
http://www.blogigo.de/Roter_Faden/Vogelfrei/5332/

Dolly Malfoy hat den Flug der Möwen von Hand und mit der Maschine gepatscht.
Eine eigene Handschrift haben Beatrix Laufens’ Arbeiten. In harmonischer Aufteilung appliziert sie Kornblumen und Getreideähren auf einen ruhigen Hintergrund.
Neu in der Runde ist Anke Hanstein Sie hat mit zwei Wandbehängen in je positiver und negativer Ausführung, schöne Akzente gesetzt. Ebbe und Flut nennen sich die beiden mit der Maschinen gearbeiteten Quilte. Auch sie zeigen Möven, allerdings auf bedruckten Stoffen.

Fortgesetzt wird das sommerliche Thema mit Tischsets von Renate Pauly. In blauen und braunen Tönen wurden in Log Cabin-Technik Muschelmuster gearbeitet.
Ein weiterer Schwerpunkt in Heft sind orientalische Muster. Schon auf dem Titelbild findet man Seine Majestät, den Pfau, der mit einem Panel und strahlenden japanischen Stoffen zu einem leicht nachzuarbeitenden Hingucker gelingt. Anne Boudier hat ihre Arbeit teilweise mit handgefertigten Sashiko-Stichen, teilweise mit der Maschine gequiltet.
Auch mit Blumen aus Kyoto hat die Künstlerin ein Panel zu einem kontrastreichen Wandbehang verarbeitet. Die Farben der japanischen Tee-Zeremonie wiederholen sich leuchtend in den angrenzenden Blöcken und Blumenbändern.
Desweiteren gibt es Sterne und Würfelmuster in freundlichen Farben, gedeckt gehaltene Vintagearbeiten und kräftig gemusterte Decken.

Kecke Türstopper-Mäuse, ein Brillenetui und eine Sommertasche laden zum Nacharbeiten ein runden das Angebot ab.
Im Atelier der Quilterin wird ein Stanzgerät vorgestellt, mit dem man aus Papier oder Karton schnell und leicht Sechsecke/Hexagone ausstechen kann. Das handliche Gerät ermöglicht exakte Zuschnitte der Schablonen für die Arbeit in der englischen Methode und ist in drei Stanzgrößen erhältlich.

Ein Zauberspiegel von Marti Michell ermöglicht (durch Aufstellen auf den Stoff) das Erkennen von geeigneten Mustern, aus denen später ein Kaleidoskopquilt gefertigt wird.
Mit einem elektrischen Rollschneider von Simplicity lassen sich Zentimetergenaue Stoffstreifen zuschneiden, wie man sie zum Beispiel für Log Cabins braucht.
Und als Grundstock für individuelle, selbst gefertigte Nadelkissen gibt es kleine runde Rahmens in Braun oder Weiß.

Hat jemand das Heft durchgeblättert und fühlte sich von irgendetwas angesprochen?

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe

Um nicht ganz auf den Genuss einer Quiltausstellung verzichten zu müssen, entschied ich mich kurz vor knapp für eine Fahrt nach Karlsruhe.
Die Modalitäten für Freundes-Fahrkarten hatten sich geändert, und so stieg ich etwas verunsichert mit Hilde um 7 Uhr morgens in den Zug. Es stellte sich später raus, dass wir zuviel bezahlt hatten; es hätte schlimmer kommen können. Zum Glück sind  die Gespenster der Vergangenheit ausgestorben.

Das erste Mal besuchten wir die Ausstellung im Messezentrum, zu dem ein kostenfreier Bus fuhr. Die letzte Nadelwelt, auf der wir waren (2011), hatte noch im Kongresszentrum stattgefunden.

Schon im Vorfeld hatte ich erfahren, dass der Verkaufsbereich größer war als der Ausstellungsbereich, womit ich gut leben konnte. Anstandshalber begleitete ich meine Gefährtin durch die Stände – mir hätten die Ausstellungen auch gereicht. Die überschaubare Anzahl an Quilten, Filzarbeiten und textilen Schaustücken übersättigt den Betrachter nicht.

20Jahre

Alte Bekannte fand ich in den afghanischen Stickquadraten wieder, die Pascale Goldenberg an einem Stand verkaufte. Das Patchwork-Magazin hatte sich diese Idee wohl für ihr 20jähriges Bestehen geliehen und in einer Ausschreibung QuilterInnen zum Mitmachen eingeladen. Ein besonders gelungenes Exemplar fand ich so in der Arbeit von Caroline Schmid wieder, die Quilt-Blöcke des City Samplers von Tula Pink nachgearbeitet und zu diesem Modell zusammengestellt hat. Die „20“ ist gestickt.

Ausbeute

Nicht, dass ich nicht schon Stickquadrate hätte – ich blättere sie manchmal durch und erfreue mich jedes Mal aufs Neue an ihnen. Diesmal fand ich einen besonders schönen „Granatapfel“. Das runde Stoffteil mit den kreis- und rautenförmigen Vorlagen gehören zu einer japanischen Falttechnik – ich hatte schon einmal versucht, diese Technik mit geschwungenen Stoffstreifen nachzustellen, aber es war bei dem Versuch geblieben. Auch ein paar Stoff“sternchen“ fielen mir ins Auge und fanden ihren Weg in meinen Besitz.

Chichen Itza

Unter den deutschen Teilnehmerquilts der 2015 World Quilt Competition XIX konnte man einen schönsten Quilt wählen und in meiner engen Wahl befanden sich Chichen Itza von Silke von Hoffmann, der als Erinnerung an deren dreijährigen Mexiko-Aufenthalt entstand, die Stechapfelblüte von Hermine Keck und ein Zipfelquilt mit aufwändiger Rückseite.


Stechapfelblüte
Stechapfelblüte von Hermine Keck

Zipfelmützen
Zipfelquilt mit aufwändiger Rückseite

Natürlich gab es noch viele andere meisterliche Quilte. Ich habe hier nur die gezeigt, die mich am meisten beeindruckten. Bewundernswert waren die Stolen, die in verschiedenen asiatischen Techniken wie Sashiko und Pojagi gearbeitet waren. Pia Welsch hatte die  Macherinnen dabei angeleitet.


Stola1Stola2

Stola in verschiedenen asiatischen Techniken

Auch die Kimonos von Pia Welsch zeigten viele interessante Ideen und ein beeindruckender Quilt von Bernadette Mayr war zu sehen –  eine Rose?

Soweit meine Eindrücke von der diesjährigen Nadelwelt. Ich war sicher nicht die einzige Besucherin mit Blogger- oder Forenhintergrund.

Bis zum nächsten Mal.